Unerwidert lieben. Eine philosophische Tröstung.

Foto: Ich, auf der Suche nach der richtigen Verhältnisbestimmung zum Buch.

Was als unschuldige Spielerei begann - Stimmen aus der Philosophie zu hören, die der liebeskranken Philosophin (ja … mir) etwas über die Liebe erzählen können -, ist unversehens zu etwas Größerem geworden. Mit Lesebändchen, wohlriechenden Seiten, einem Rücken, und Anfang und Ende.

Ich hatte ja immer gezweifelt - wie denn auch nicht. Ein Buch über die Liebe zu schreiben, das ist ja kein leichtes Unterfangen (oder: sollte es nicht sein). Aber über die unerwiderte Liebe … Was soll man da schon Großes sagen? Oder gar: ich?

Weil ich nicht für mich beanspruchen kann, eine Expertin in Liebesdingen zu sein, habe ich mir die Liebe ganz bewusst im Kleinen angesehen: Ich habe dem weinenden Yakov aus der Genesis beim Schluchzen gelauscht, mich mit Max Frisch und C. S. Lewis auf die Suche nach einem Beweis für die Liebe begeben und, weil das auch irgendwie nicht fehlen konnte, habe ich mich mit der Quantenrealität herumgeschlagen. Denn relativ bald musste ich feststellen, dass es nicht so einfach ist mit der Liebe, und schon gar nicht mit der unerwiderten. Meistens denkt man ja an verschmähte Liebhaber, die nicht in den Genuss ihrer Liebe kommen. Aber auch nach Trennungen kann es sich so anfühlen, als ob man von dem/der Anderen nie geliebt worden wäre - Ingeborg Bachmann und Max Frisch erging es so. Und dann gibt es auch noch die, die sich von ihrem/ihrer Partner/in einfach nicht geliebt fühlen, ganz gleich, was sie von ihm/ihr hören.

Um das Ganze noch komplizierter zu machen, mussten dann auch noch die Frauen her, deren Denken über die Liebe man leider selten berücksichtigt. Unglücklicherweise denkt man Frauen noch immer vornehmlich als Liebende , nicht aber als Menschen, die vielleicht auch noch ein bisschen mehr zu sagen haben über die Liebe.

Mir ergeht es auch so. Man fragt mich oft, was es denn mit meiner Liebe auf sich hat, die ja den Stein ins Rollen gebracht hat ( … und dem Buch seinen Rücken, dem Anfang sein Ende, den Seiten ein Lesebändchen). Was daran schön ist, ist dies: Dass diese meine Liebe interessant geworden ist, nicht nur für mich, sondern auch für andere. Ich wünsche allen, die mein Buch lesen, eine ähnliche Erfahrung - dass sie von ihrer Liebe erzählen können, zur rechten Zeit am rechten Ort, versteht sich. Denn eigentlich ist es schade, wenn man das Schöne, das die Liebe an sich hat, vergisst, weil man alleine mit ihr bleiben muss.

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Covergestaltung: Andrea Pieper, Fotos: Carolin Rauen

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